Die Mnemotechnik (von griech. mneme = Erinnerung, Gedächtnis) ist eine verblüffend einfache und effektive Lernmethode.
Sie wurde schon in der Antike von den Rhetorikern angewandt und Gedächtniskünstler vollbringen heute mit ihrer Hilfe beeindruckende Leistungen.
Durch neueste Erkenntnisse der Hirnforschung kann die Wirksamkeit der Mnemotechnik inzwischen auch erklärt werden.
Bei der Mnemotechnik nutzen wir unsere Vorstellungskraft, um neue Informationen in unserem Gedächtnis abzuspeichern. Dazu benötigen wir im Prinzip keine weiteren Hilfsmittel.
Dennoch ist es hilfreich, neue Informationen in bestimmten Abständen und durch verschiedenartige Übungen zu wiederholen. Damit wird zum einen der Seminarablauf aufgelockert, zum anderen werden so auch unterschiedliche Lerntypen (auditiv, visuell, kommunikativ, motorisch) berücksichtigt.
Beim 10-Finger-System geht es darum, die Zuordnung Buchstabe → Finger → Taste zu erlernen. Dies erreichen wir sehr einfach und unterhaltsam durch Assoziationen der Buchstaben mit Bildern in verschiedenen Farben, die zu einer Geschichte verbunden werden.
Anhand dieser Geschichte können die Teilnehmer anschließend die richtigen Zuordnungen aus dem Gedächtnis abrufen und anwenden. Sie dienen sozusagen als "Übungsgerüst", bis sich das 10-Finger-Schreiben automatisiert.
Auch bei individuellen Problemen (siehe Coaching) mit dem 10-Finger-System kann die Mnemotechnik schnell und zuverlässig helfen.
Das Schreiben mit 10 Fingern erfordert mehr, als nur das 10-Finger-System auswendig zu kennen: Die Finger erlernen ganz neue Bewegungsabläufe. Sowohl im Seminar als auch im Coaching werden diese sehr sorgfältig eingeübt.
Diese motorische Komponente kann natürlich nicht an einem einzigen Tag perfektioniert werden, so wenig, wie ein Kind zum 100-m-Lauf antreten kann, nachdem es gerade laufen gelernt hat.
Doch wer täglich 15 Min. übt, wird schon bald sicher und flüssig im 10-Finger-System schreiben. Bei den meisten ist dies nach ca. 3 Wochen der Fall.