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Die Lernmethode: Mnemotechnik

Die Mnemotechnik (von griech. mneme = "Erinnerung, Gedächtnis") ist eine verblüffend einfache und effektive Lernmethode.

Sie wurde schon in der Antike von den Rhetorikern angewandt und Gedächtniskünstler vollbringen heute mit ihrer Hilfe beeindruckende Leistungen.

Bei der Mnemotechnik nutzen wir unsere Vorstellungskraft sowie logische Abfolgen und Verknüpfungen, um neue Informationen in unserem Gedächtnis abzuspeichern. Sie kennen bestimmt die sogenannten "Eselsbrücken" – so in etwa funktioniert auch die Mnemotechnik.

Das 10-Finger-System mit der Mnemotechnik erlernen

Beim 10-Finger-System geht es darum, die Zuordnung Buchstabe → Finger → Taste zu erlernen. Hierzu werden zuerst die Finger mit verschiedenen Farben und dann nach und nach die Buchstaben mit Bildern in diesen Farben verknüpft.

Diese Bilder sind zu einer fantasievollen Geschichte verbunden, und zwar so, dass sich daraus die Position der Buchstaben auf der Tastatur ableiten lässt. Die Geschichte dient also als eine Art "Übungsgerüst", bis sich das Schreiben im 10-Finger-System automatisiert.

Das Besondere an dieser Lernmethode ist, dass sie ganz unterschiedlich genutzt werden kann: Die einen orientieren sich vor allem an den farbigen Bildern in ihrer Vorstellung, die anderen eher am logischen Aufbau der Elemente. Damit ist diese Methode gleichermaßen für kreative und für analytische Menschen geeignet.

Bei individuellen Problemen mit dem 10-Finger-System (siehe Coaching) kann die Mnemotechnik auf ähnliche Weise schnell und zuverlässig helfen.

Verstärkung durch Wiederholungen

Das mit der Mnemotechnik Erlernte wird zusätzlich durch verschiedenartige Übungen wiederholt. Dies hat drei positive Effekte:

  1. Das Gelernte prägt sich besser ein.
  2. Es werden unterschiedliche Lerntypen (visuell, auditiv, haptisch, kreativ, analytisch, motorisch, kommunikativ) berücksichtigt.
  3. Der Seminar-/Kursablauf wird aufgelockert und das Lernen macht mehr Spaß.

Neue Bewegungsabläufe der Finger erlernen

Das Schreiben mit 10 Fingern erfordert mehr, als nur das 10-Finger-System auswendig zu kennen: Die Finger erlernen völlig neue Bewegungsabläufe.

Diese motorische Komponente kann natürlich nicht an einem einzigen Tag perfektioniert werden, so wenig, wie ein Kleinkind zum 100-m-Lauf antreten kann, nachdem es gerade laufen gelernt hat.

Sowohl im Seminar als auch beim Coaching wird darauf geachtet, dass jeder Teilnehmer diese neuen Bewegungen richtig umsetzt, im Selbstlernkurs gibt es hierzu genaue Beschreibungen. Dazu gehört natürlich auch die richtige Hand-, Arm- und Sitzhaltung, damit Verspannungen und Verkrampfungen von vornherein vermieden werden. Zusätzlich lernen die Teilnehmer – auch im Selbstlernkurs – ein paar sehr wirksame Lockerungsübungen kennen.

Flüssig im 10-Finger-System schreiben

Im Seminar und im Selbstlernkurs lernen die Teilnehmer, wie das 10-Finger-System funktioniert und wie sie es anwenden.

Doch um das 10-Finger-System sicher und flüssig zu beherrschen, müssen sie es auch regelmäßig üben. Nur durch ständiges Üben haben wir alle als Kleinkind laufen und später in der Grundschule schreiben gelernt. Und genauso kann auch jeder das schnelle und sichere Schreiben im 10-Finger-System durch Üben lernen.

Wer täglich 15-20 Min. konzentriert übt, wird das 10-Finger-System schon bald sicher beherrschen und flüssig mit 200 Anschlägen pro Minute schreiben. Bei einigen ist dies schon nach ca. 3-4 Wochen der Fall, es kann aber auch länger dauern.

Tipps zum Üben finden Sie unter Extras.